Faustabwehr in der Selbstverteidigung

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Faustabwehr in der Selbstverteidigung

Mai 5, 2019 Uncategorized 0
Tan Sao, Faustabwehr, Selbstverteidigung

In der Selbstverteidigung kann man auf vier unterschiedliche Arten, oder besser gesagt, mit vier verschiedenen Prinzipien, mit Angriffen umgehen:

  1. Schützen
  2. Blocken
  3. Ausweichen
  4. Kontern
1. Körper und Kopf werden mit den Extremitäten geschützt und danach werden die Extremitäten eingesetzt um einzelne oder kombiniert Angriffe zu geben.

Diese Methode mit Angriffen umzugehen wird in Kampfsportarten wie Boxen und Kick-Boxen und anderen Wettkampf-Kampfsportarten häufig verwendet. Arthur Abraham war bekannt für seine eiserne Deckung.

2. Der Schlag wird durch einen harten Block gestoppt oder abgewehrt und danach mit einzelnen oder kombinierten Angriffen beantwortet.

Diese Art des Kämpfens ist in Kampfkunstarten wie z.B  Karate, Mu Tai Buran und vielen Kung Fu Stilen verbreitet.

3. Durch Pendeln runtertauchen und ausweichen, wird die Angriffslinie verlassen und danach werden einzelne oder kombiniert Angriffe gegeben.

Diese Taktik wird in fast in allen Kampfsport- und Kampfkunst- sowie Selbstverteidigungsarten unterrichtet und praktiziert. Starker Vertreter dieser Strategie des Kämpfens sind Akido und das russische Systema. Darüber hinaus gibt es zahlreiche brillante Kampfsportler, die diese Art ausgezeichnet beherrschen z.B. Prince Naseem Hamed, Floyd Mayweather.

4. Angriffe des Gegners werden mit einem durch Winkelveränderung angepassten Gegenangriff gekontert. Hier bei geschehen Angriff, Abwehr und Ausweichen gleichzeitig.

Diese Taktik des Kämpfens ist die zentrale Idee in der Wing Tzun Kampkunst für Selbstverteidigung, die auf den Prinzipien der Ökonomie, Ausrichtung, Flexibilität, Keilprinzip und Gleichzeitigkeit basiert. Auf dieser Idee hat der Bruce Lee JKD aufgebaut.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Athleten im Boxen und MMA die diese Strategie des Kämpfens meisterhaft beherrschen. Im Boxen Gennadi Galowki und MMA zum Teil Conor Mcgregor.

In den meisten bekannten Kampfsport-, Kampkunst-, Selbstverteidigungsystemen dominiert eine dieser Strategien des Kämpfens.

Welche Taktik des Kämpfens ist nun für Selbstverteidigung am besten geeignet?

Methode Nr 1

Schlagabwehr, Block, mit dem Arm

Die Abwehr Methode Nr 1 ist nur wenig bis gar nicht für Selbstverteidigung auf der Straße geeignet. Wenn der Angreifer die Absicht hat den anderen ernsthaft zu treffen und zu verletzen, wird er früher oder später treffen und keine Deckung oder Schutz kann dabei helfen. Allerdings ist die Fähigkeit, sich in einer Notsituation kurz vor dem Angriff mit Deckung schützen zu können, das Minimum was an Fähigkeiten für Selbstverteidigung da sein sollte.

Methode Nr. 2

Die Abwehr Methode Nr. 2 den Angriff mit einer passenden Blocktechnik abzuwehren ist für Selbstverteidigung fast zu 100 % nutzlos.

Vereinfacht erklärt; der Schlag ist schneller als die Reaktion darauf mit dem passenden Block. Auch wenn es zufällig gelingt einen Angriff mit Kraft zu blocken, so hat man spätestens bei kombinierten Schlägen keine Chance mit passenden Blocktechniken rasch genug zu reagieren und wird getroffen.
Dennoch kann ein durchtrainierter und abgehärteter Körper den Angreifer auf optische Art abschrecken. Darüber hinaus spielt, im Falle einer körperlichen Auseinandersetzung, die Fähigkeit Schläge einstecken zu können, eine wichtige Rolle.

Methode Nr. 3

Abwehr Methode Nr. 3 die Angriffslinie zu verlassen, ist eine starke Fähigkeit, die viel Koordination, Reaktion, Flexibilität, Timing und Distanzgefühl verlangt.

Allerdings passiven Selbstverteidigung besteht die Gefahr, dass der Angreifer Zeit bekommt und mit Folgeangriffen nach einem oder zwei Ausweichmanövern den Verteidiger ausnockt.
Darüber hinaus, können  bei dieser Art der Angriffsbewältigung unbequeme Kleidung, Umgebung etc. zum Engpass werden.

Methode Nr. 4

Die Methode Nr. 4 ist die ultimative konsequente, kompromisslose, offensive Vorgehensweise und am besten für Selbstverteidigung geeignet. Um diese Fähigkeit zu entwickeln, braucht man natürlich ein regelmäßiges, intensives Training.
Wie Kampfsportler sich durch jahrelanges Kraft- und Ausdauertraining sowie Schritt- und Techniktraining auf den Wettkampf vorbereiten, wird im Wing Tzun mit Chi Sao (Flexibilitäts- und Intuitionstraining), Lat Sao (Freikampfübungen), Form, Grundlagen- und Pratzentraining auf einen eventuellen Angriff trainiert. Jede Trainingsmethode ist dazu da, diese Fähigkeit Schritt für Schritt aufzubauen.

Diese Variante des Kämpfens ist die Anspruchsvollste aber dennoch die effektivste für Selbstverteidigung. Da man sich in der Regel gegen einen körperlich stärkeren Gegner, gegen mehrere Angreifer oder sogar gegen Waffen verteidigen muss, hat man bessere Chancen sich erfolgreich zu verteidigen, wenn man sich taktisch klug platziert und die Angriffsmöglichkeiten des Angreifers von vornherein reduziert.

Die zentralen Inhalte des Unterrichts in der Fachschule für Selbstverteidigung sind: Entwickelung der Koordination, Timing und Distanzgefühl, Vermittlung des Verständnisses für WT Prinzipien, Schulung der optischen und taktilen Reflexe, erkennen, vermeiden und bewältigen der Gefahrensituation.
In der Fachschule für Selbstverteidigung bauen wir die oben beschriebenen Fähigkeiten durch einen gut strukturierten Unterricht Stufe für Stufe auf.

Lat Sao – Freikampfübungen

Zu Beginn lernst du als erstes deinen Körper gegen einzelne  Angriffe, durch eine keilförmige Position und eine frontale Ausrichtung zu schützen. (1 SG)

Im zweiten Schritt lernst du den Angriffen zuvor zu kommen und diese im Entstehen zu vereiteln, indem man lernt, einen geschützten Gegenangriff zu geben. (2.SG)

In der dritten Stufe lernst du die Angriffslinie durch eine Wendung zu verlassen und mit gleichzeitigem eigenem Angriff den Gegner zu stoppen und zu bedrängen. (3 SG)

In der vierten Stufe lernst du die Angriffslinie zu verlassen und gleichzeitig mit geschütztem Angriff vorzustoßen. Dabei wird stets angestrebt, dem Angriff zuvor zu kommen. (4 SG)

Um in jeder Stufe besser zu werden, werden zusätzliche spezielle Chi Sao und Pratzenübungen gemacht. Chi Sao Training (Reflex- und Flexibilitätsschulung) verbessert die feinmotorische Koordination, das Gleichgewicht und die Intuition.
Mit Pratzentraining wird die Schlagkraft entwickelt und für das Timing-Distanz-Gespür gesorgt.
Hat der Schüler die notwendigen Fähigkeiten, um mit einem Angriff Wing Tzun- technisch umzugehen, wird diese Fähigkeit mit Schutzausrüstung getestet.

Mehr Informationen zum Fähigkeitentest und zu Wing Tzun Lat Sao findest du in weiteren Blog-Beiträgen und in meinen YouTube Videos
Das WT-Training unter der Woche, WT-Seminare und Privatunterricht sind am besten geeignet, um die oben beschrieben Konzepte zu lernen und zu trainieren.

Das heißt: melde dich über das Kontaktformular zum nächsten Info-Abend an und komm vorbei zum Probetraining!

Ich freue mich über deine Kontaktaufnahme.

Liebe Grüße Sifu Sergej